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Focus "Cooperative Watching Teaching Class management
and teaching organisation"
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Checkliste für Lehrproben
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Focus 1
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Focus der kollegialen Unterrichtsbeobachtung/Unterrichtsbesuche:
Klassenführung - Unterrichtsführung 


   Lenkung             Freiheit             Kontrolle 


Die Angst vor Disziplinlosigkeit steht an oberster Stelle einer jeden Skala von Schwierigkeiten, die Anwärter für den Lehrberuf nach Eintritt in den Vorbereitungsdienst aufstellen. Tatsächlich ist die Unfähigkeit, eine Klasse 'im Zaum zu halten', eine der häufigsten Ursachen für Mißerfolge im Unterrichten.

Leider oder zum Glück gibt es nicht nur eine richtige Methode, wie man eine Klasse oder eine Gruppe von Schülern behandeln soll, so daß jeder einzelne seinen eigenen Weg finden muß. Es gibt aber viele Wege, um sich die notwendigen Fertigkeiten anzueignen, und mehrere Kollegen, die einem dabei helfen können.

Welche Fertigkeiten und Fähigkeiten werden gefordert?

Beobachtet man den Unterricht von Anwärtern und erfahrenen Lehrern etwas genauer, kann man schnell herausfinden, was den erfolgreichen Lehrer ausmacht. Unter den Punkten, die immer wieder - auch über die Fächer hinaus - auftauchten, waren folgende:

  • Die persönliche Beziehung des Lehrers zu seinen Schülern war von entscheidender Bedeutung: Anwärter, die ein gutes Verhältnis zu ihren Schülern hatten, waren grundsätzlich sehr an den Schülern - sei es an Gruppen oder an Einzelpersönlichkeiten - interessiert. Diesen Anwärtern wurden Fehler, die sie beim Unterrichten machten, nachgesehen, während Anwärter mit wenig Kontakt zur Klasse erkennen mußten, daß Schüler die erste sich bietende Gelegenheit ergriffen, um aus der Unerfahrenheit Kapital zu schlagen. Aber auch wenn Anwärter auf verschiedenen Ebenen gute Kontakte zu den Schülern herstellten, konnte man daraus nicht folgern, daß die Schüler nun übermäßig nachsichtig waren, oder eine unbefriedigende Leistung des Anwärters geduldig hinnahmen, oder gar das Streben nach 'Popularität' akzeptierten. Nein, Schüler verstehen durchaus, daß der Lehrer unter Umständen eine klare, teilweise unangenehme Entscheidung treffen und durchsetzen muß. Unfaires Verhalten und willkürliche Entscheidungen werden jedoch meist zurückgewiesen, in fast keinem Fall konnten sie gänzlich durchgesetzt werden.
  • Vorbereitung und Planungsind oft entscheidende Punkte. Die meisten Anwärter, die mit ihren Klassen erfolgreich arbeiteten, waren gut vorbereitet und hatten versucht, Schwierigkeiten zu begegnen (nicht auszuweichen), bevor sie akut wurden. Weniger erfolgreiche Anwärter waren meist nur oberflächlich vorbereitet und wurden durch die Tatsache, daß etwas schief lief, überrascht.
  • Anfang und Ende einer Stunde: Gute Lehrer begannen ihren Unterricht mit Ruhe und Überblick, erklärten klar und deutlich die Ausgangssituation und/oder die Aufgabe und kamen dem Klingeln am Ende der Stunde zuvor. Weniger gute Lehrer hatten eine überlange oder eine schlecht organisierte Eingangsphase, während der sie die Schüler nicht motivieren konnten, und wurden durch das Klingeln überrascht, so daß sie keine Zeit hatten, das Wichtigste noch einmal zusammenzufassen, anzukündigen, was als nächsten gemacht würde, die Hausaufgaben zu stellen und erläutern zu lassen, oder den Gruppen Gelegenheit zu geben, über ihre Arbeitsergebnisse zu berichten oder aufzuräumen.
  • Übergänge: Oft wechseln die Arbeitsgänge innerhalb einer Stunde, z.B. erklärt der Lehrer die Aufgabe, die dann vielleicht in Gruppen bearbeitet werden soll, oder die Schüler hören auf zu lesen, um ihre Erkenntnisse mitzuteilen oder aufzuschreiben usw. Dies kann Unruhe, Lärm, Fehlverhalten Unsicherheit und verlorene Zeit mit sich bringen, wenn z. B. eine Gruppe oder ein Schüler bereits fertig ist und auf die anderen warten muß. Gute Lehrer achten auf ruhige Übergänge und sagen denjenigen, die früher fertig sind, was sie machen können.
  • Angemessenheit: Manchmal entstehen Schwierigkeiten, weil eine Aufgabe unangemessen ist, d.h. sie kann zu schwierig, zu leicht oder in diesem Zusammenhang einfach unpassend oder sinnlos sein.
  • Überblick: Einigen Lehrern sagt man nach, sie hätten auch im Hinterkopf Augen. Sie haben ganz einfach eine Technik entwickelt, wie sie den Überblick über die Klassen behalten, sie nehmen wahr (und teil), was jeder einzelnen Schüler gerade tut, und reagieren schnell, wenn es nötig ist. Dies erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und Wahrnehmung gegenüber dem, was in der Klasse passiert (180° - Blick).
  • Klarheit: Eine klare Stimme, klare Erklärungen unzweideutige Fragen und richtungsweisende Impulse sind gute Voraussetzungen für zielgerichtetes Arbeiten. Wenn diese Voraussetzungen fehlen, kommt es leicht zu Durcheinander.
Was soll mit diesem Übungsheft bezweckt werden?

Während der Zeit an Ihrer Ausbildungsschule werden Sie viel Unterricht halten. In dieser Zeit sollten Sie an Ihren Lehrtechniken arbeiten, um sie schrittweise zu verbessern.

Die folgenden Beobachtungs- und Analysebogen enthalten 8 Tätigkeiten, bei denen Sie schwerpunktmäßig über einen längeren Zeitraum verteilt Aspekte der Unterrichtsführung und der Arbeitsatmosphäre untersuchen und beobachten sollen.

Letzten Endes sind Sie selbst verantwortlich für die Entwicklung Ihrer Fähigkeiten im Lehrberuf. In der Ausbildungszeit können Sie aber Hilfen von Ihrem Fachleiter, dem schulischen Ausbildungsleiter, den (Fach-)Lehrern ihrer Schule aber auch von Ihren Mitanwärtern bekommen. Haben Sie keine Angst, wenn diese Beobachter Ihnen einige Ratschläge geben. Als Neuling haben Sie eine Menge zu lernen, selbst wenn Sie in der glücklichen Lage sind, schon ein natürliches Lehrgeschick mitzubringen. Sie sollten ja auf jeden Fall nach der Ausbildung besser sein, d. h. erfolgreicher unterrichten als zu Beginn. Diese Arbeitsbögen sollen Ihre weitere Ausbildung im Bereich der Unterrichts- und Klassenführung strukturieren helfen. Einige Aufgaben überlappen sich absichtlich, weil es vorteilhaft ist, mehr als nur eine Ansicht über den gleiche Gesichtspunkt zu bekommen.

Wie gehen Sie vor?

Sie müssen selbst sehen, wie Sie es einrichten, damit alle Aufgaben erfüllt werden.

Gerade die ist ein Teil Ihres Trainings. Anwärter, die Ihre Ausbildung nicht richtig organisieren, geraten leicht in Schwierigkeiten. Warten Sie nicht darauf, bis Sie jemand bei der Hand nimmt, ergreifen Sie selbst die Initiative. Erklären Sie dem entsprechenden Beobachter, was er / sie tun soll, und arbeiten Sie sich durch das Programm. Denken Sie daran, nach jeder Beobachtungseinheit die angeführten Gesichtspunkte weiter zu verfolgen und zu vertiefen. Wenn Sie eine Übung erfüllt haben, haken Sie sie in der letzten Spalte der nachfolgenden Tabelle ab.


 
Fokus
Thema Beobachter Zeitraum Erledigungsdatum
1
Unterrichtsorganisation Sie selbst nach ca. 2 Wochen  
2
Überblick Anwärterkollege  nach ca. 3 Wochen  
3
Entwicklung der Unterrichtsführung Fachlehrer / schulischer Ausbildungsleiter nach ca. 2 Monaten  
4
Schüler-Lehrer-Verhältnis Fachlehrer  nach ca. 3 Monaten  
5
Einzel- und Gruppenarbeit Anwärterkollege  nach 4 Monaten  
6
Behandlung schwieriger Klassen Fachlehrer / schulischer Ausbildungsleiter nach 5 Monaten  
7
Vervollkommnung der Unterrichtsführung Fachleiter  Unterrichtsbesuch  
8
Evaluation  Sie selbst nach 6 Monaten  

Wenn Sie alle Aufgaben erledigt haben,

  • füllen Sie bitte die Stellungnahme am Ende aus;
  • bitten Sie den Fachlehrer/ schulischen Ausbildungsleiter das Gleiche zu tun;
  • besprechen Sie es mit ihnen. Danke.


 28. July 2018
gez.
Klaus F. Maas

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